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BengalkatzeDa gefleckte Katzen schon immer sehr beliebt waren, beschloss man, eine neue Rasse zu züchten, die der Leopardenkatze in Optik und Typ möglichst nahe kommt, aber das sanfte Wesen einer domestizierten Katze hat. |
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Anfang der 60er Jahre wurde in Amerika die erste gezielte Züchtung zwischen einer kurzhaarigen Hauskatze und einer asiatischen Leopardenkatze durchgeführt. Da die männlichen Nachkommen nicht fortpflanzungsfähig waren, wurden die weiblichen Nachkommen wiederum mit Hauskatern verpaart. Dadurch erhielt man wie gewünscht, zahme Hauskatzen im Wildlook. Später wurden, um weitere Farben und Blutlinien zu erhalten, weitere Rassen wie die Ägyptische Mau, Abessinier und die getupfte Orientalische Kurzhaar eingekreuzt. Dies ist heute nicht mehr notwendig, da zur Auffrischung der Linien Bengalen wiederum mit asiatischen Leopardenkater verpaart werden, wobei auch hier die männlichen Kitten steril bleiben. Die neue Katzenrasse ist seit 1985 auf Ausstellungen zu sehen, 1991 wurde einer Bengalkatze von der TICA (The Independent Cat Association) in den USA erstmals der Championtitel verliehen. In der Zwischenzeit wurde die Zucht auch in Grossbritannien - wo ein neues Zuchtprogramm entwickelt wurde - und im übrigen Europa aufgenommen. Die Anerkennung durch die FIFe erfolgte Ende 1999. Besonderheit Die meisten Jungtiere aus einer direkten Verpaarung zwischen einer Bengalin und einem asiatischen Leopardenkater (F1-Generation) bleiben wild und menschenscheu. Durch die Verpaarung dieser Weibchen mit einem Bengalkater entsteht die F2-Generation, wobei jeder seriöse Züchter bei der Verwendung für die Zucht nicht nur auf Aussehen und Gesundheit, sondern auch auf die Charakter-Eigenschaften achtet. Oberstes Ziel ist es, freundliche, zutrauliche und menschenbezogene Katzen zu züchten. Die Tiere der ersten drei Generationen werden Foundation Cats genannt und erst ab der 4. Generation (F4) dürfen sie auf Ausstellungen gezeigt werden. Charakter und Temperament Die ursprünglich unter dem Namen Leopardette bekannt gewordene Bengalkatze vereint die Optik eines Wildtieres mit dem Wesen einer domestizierten Rassekatze. Die Bengalkatze ist sehr lebhaft, wachsam und verspielt. Während die ersten Generationen, bedingt durch den genetischen Einfluss der Wildkatze, sich in ihrem Wesen deutlich von den übrigen Rassekatzen unterscheiden, sind die späteren Generationen bedeutend zutraulicher und weniger aggressiv. Die aktive Katze braucht viel Bewegungsfreiheit und Klettermöglichkeiten. Das dichte Fell selbst ist pflegeleicht. Standard Das Fell der Bengal-Katze ist enganliegend, dicht, fest und seidig mit wenig Unterwolle. Bevorzugte Farben sind golden oder orangefarben, hellbraun bis lederfarben wobei nur die beiden Fellzeichnung spotted oder marbled zugelassen sind. Der Kontrast mit der Grundfarbe muss sehr deutlich sein, mit einer klaren Zeichnung und scharfen Abgrenzungen. Neben der braunen Grundform gibt es seit wenigen Jahren auch Tiere mit einer weissen Grundfarbe - die sogenannte Snow-Bengalen. Spotted (getupft): Die Flecken sollten wie zufällig angeordnet, aber immer horizontal ausgerichtet sein. Die Rosettenform,, bestehend aus einem Teilkreis mit dunklerem Rand und hellerem Herzstück, wird gegenüber den einfachen Flecken bevorzugt, ist aber nicht Bedingung. Ebenso sind klare deutliche Streifenzeichnung im Gesicht und starke Kinnfärbung wünschenswert, genau so wie eine horizontale Schulterzeichnung. Die Bauchunterseite muss immer gefleckt sein. Marbled (marmoriert): Die Zeichnung sollte den Eindruck einer willkürlichen Marmor- Musterung hinterlassen und keine vertikale Streifen aufweisen. Der Kontrast zwischen Grundfarbe und Muster sollte deutlich und scharf abgegrenzt sein - bevorzugt werden Katzen mit drei oder mehr Schattierungen, (Grundfarbe, Marbled- Zeichnung und dunkle Umrandung). Der Körper der Bengalkatze ist geschmeidig, lang und muskulös. Auffällig ist auch die Sprunggewalt der Bengalen. Da ihre Hinterbeine, mit den grossen, runden Pfoten etwas höher als ihre Schultern sind, können sie besser springen als die meisten anderen Katzen. Und weil sie so aktiv sind, sollte man allen Bengalen ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeiten bieten. Der Kopf hat kleine bis mittelgrosse hochangesetzte Ohren mit abgerundeten Spitzen und breiter Basis, breite Nasenlöcher und ein kräftiges Schnurrhaarkissen. Die grossen, ausdrucksvollen Augen sind grün oder bernsteinfarben. |
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