Burma

"Die Farbe ihres Fell's glänzt hell wie Kupfer. Ihre Augen leuchten wie die Sonne, wenn sie am höchsten steht. Alle gefährlichen Dinge werden vertrieben und alles Böse in Wohlgefallen verwandelt." (aus einer alten burmesische Handschrift)

Und so sollen schon vor hunderten von Jahren diese braunen Katzen als 'Wächterkatzen' in den Tempeln Burma's und Thailand's eingesetzt worden sein - eine Stellung, die ihnen allerdings von der Birma streitig gemacht wird.

   Herkunft

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Die erste Burmakatze, die im Westen Berühmtheit erlangte, war eine kleine Katze namens 'Wong Mau'. Sie kam 1930 aus dem Osten in die USA. Da sie für eine Siamkatze mit schlechter Farbe gehalten wurde, verpaarte man Wong Mau mit einem Seal-Point Siamkater. Die Katzenjungen aus diesem Wurf waren Hybridkatzen und sahen den heutigen Tonkanesen sehr ähnlich.

Heute weiss man, dass es sich schon bei Wong Mau um eine Tonkanesin gehandelt haben muss, denn die Kätzchen aus der Verpaarung mit dem Siam-Kater waren teils Siamesen, teils Tonkanesen. Die Tonkanesen aus diesem Wurf, miteinander gekreuzt, und ebenso ein Sohn Wong Maus, der mit ihr gepaart wurde, brachten folgende Kätzchen hervor: eins von der dunklen Sepiafarbe, zwei Mink und eine Siamesin mit Abzeichen. Das war der Anfang der heutigen Burma-Zucht.

Allerdings hat der grosse Anteil von siamesischem Erbgut dazu geführt, dass der Originaltypus immer mehr verloren ging, so dass während der 40er Jahre die Anerkennung vorübergehend aberkannt wurde. Trotz des starken Anteils von siamesischem Blut wurde die Rasse in Grossbritannien aber 1952 wieder anerkannt. Ein Jahr später erfolgte auch die erneute Anerkennung in den USA, aber mit einer amerikanischen Zucht, die dem ursprünglichen Typus näher kam.

Als ihre Beliebtheit zunahm und immer mehr Katzen gezüchtet wurden, ereignete sich eine kleine Sensation: das erste silbergraue Kätzchen kam zur Welt, die erste Burma in blau. Mittlerweilen gibt es die Burma bereits in 10 verschiedenen anerkannten Farben. 

Die Burmesen sind heute in Amerika, Australien und Grossbritannien eine der beliebtesten Katzenrassen. In Deutschland sind sie jedoch relativ selten.

Charakter und Temperament

Die Burma gilt als eine der anhänglichsten Katzenrassen überhaupt. Sie ist aktiv, kontaktfreudig und sehr selbstbewusst. Aufgrund ihres Charakters fordert sie viel Aufmerksamkeit von ihren Menschen und bleibt nicht gerne allein. Obwohl nahe verwandt mit der Siam, ist sie in der Regel aber nicht so gesprächig, dafür dominanter und besitzergreifender. 

Standard

Heute wird die Burma von allen Zuchtverbänden anerkannt, wobei man weiterhin sowohl den amerikanischen als auch den britischen Standard kennt:

  • Der amerikanische Standard beschreibt eine mittelgrosse, muskulöse und kompakte Katze mit sehr rundem Kopf, ausgeprägtem Nasenstop und grossen Augen.
  • Nach britischem Standard sind die Tiere schlanker, länger, grösser und schwerer und mit einem keilförmigen Kopf (kurzer, breiter Keil) und weniger ausgeprägten Nasenstop
  • Beim europäsischen Standard wird eine mittelgrosse, mittellange, kompakte und kräftige Katze mit einem stumpfen keilförmigen Kopf und einem kräftigen Kinn und einem klaren Stopp verlangt

Die "Originalfarbe" ist dunkelbraun. Es gibt aber heute bereits zehn anerkannte Farben, von braun über blau, lilac, chocolate, rot bis creme und tortie. Bei allen Farben ist der Unterkörper heller als der Rücken und die Beine. Der Farbverlauf ist jedoch fliessend. Bei den Chocolate und Lilac dürfen die 'Points' etwas dunkler sein.

Das Fell ist bis zur Wurzel abgestuft durchgefärbt ohne jeden Smokeeffekt oder Ticking. Nur bei den Jungtieren sind an den Beinen leichte Streifen erlaubt (die sogenannte Geisterzeichnung'). 

Die Augen sind mandelförmig geschnitten, die Farbe liegt zwischen Hellgelb und Bernstein, in Grossbritanien ist auch ein blasses Grün erlaubt.


Bettina's Burmas

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