Ragdoll

Der Name der Ragdoll heisst frei übersetzt so viel wie Stoffpuppe. Die Ragdoll verdankt ihren Namen ihrer ganz speziellen Eigenschaft, dass wenn sie hochgehoben wird, sich ihre Muskulatur derart entspannt, dass der Eindruck entsteht, man hielte eine Stoffpuppe in den Armen. Als zweite besondere Eigenschaft wird ihr nachgesagt, dass sie weitgehend schmerzunempfindlich sei. Dieses Ammenmärchen  hat leider schon zu vielen bösen Missverständnissen geführt - denn genau wie alle anderen Katzen hat auch die Ragdoll ein ganz normales Schmerzempfinden.

Herkunft

Zurück geht die Ragdoll auf eine halbwilde, weisse, langhaarige Strassenkatze namens Josephine, die in der Nachbarschaft der Perser-Züchterin Ann Baker lebte. Nachdem Josephine eines Tages einen Unfall hatte fiel Frau Baker auf, daß Josephines neue Jungen viel ruhiger und zutraulicher waren, als diejenigen, die vor dem Unfall geboren wurden. Viele Theorien spinnen sich um die Gründe warum die Jungen so anders waren, bewiesen wurde bis heute keine einzige.

Auf jeden Fall bestand Josephine's Wurf 4 Kätzchen alle mit verschiedenen Farben befanden: eines war schwarz, das zweite schwarz-weiss-mitted, das dritte seal oder chocolate colorpoint und das vierte seal mitted. Die Jungtiere hatten ein ruhiges Wesen und alle gepointeten auch ungewöhnlich blaue Augen.

Eine Dame aus der Nachbarschaft begann sich für diese Kitten zu interessieren. Ihr Name war Ann Baker. Durch die Zuchtversuche und –erfolge von Ann Baker entstand dann daraus endgültig die Ragdoll. Leider hat Ann Baker ihre Entstehungsgeschichte immer wieder anders erzählt, so dass bis heute nicht völlig geklärt ist, wie die Ragdoll tatsächlich entstanden ist. 

Ihren Weg nach Deutschland fand die Ragdoll erst vor ungefähr 20 Jahren. Seitdem erfreut sie sich wachsender Anerkennung unter den Katzenliebhabern. Im Jahre 1965 wurde diese neue Katzenrasse offiziell unter dem Namen RAGDOLL registriert.

Die Geschichte allerdings, dass alle Ragdolls aufgrund des Unfalls von Josephine schmerzunempfindlich seien, setze Mrs. Ann Baker aus geschäftlichen Erwägungen in die Welt, um den Preis der Katzen zu verdoppeln. Leider hält sich dieses Ammenmärchen teilweise noch bis heute.

Charakter und Temperament

Ein Katze die aussergewöhnlich tolerant ist, Schwächen oder Marotten anderer übergeht sie gelassen. Auch ist sie sehr anhänglich, wann immer es ihr möglich ist, folgt sie ihrem Besitzer auf Schritt und Tritt und benimmt sich oft eher wie ein Hund: z.B. apportiert sie mit echter Begeisterung Fellmäuse und anderes Spielzeug. Ragdolls verstehen sich auch mit Kindern und anderen Haustieren, speziell Hunden, sehr gut.

Aufgrund ihres geringen Bewegungsdranges benötigen sie nur wenig Platz und eignen sich ideal als Wohnungs- und Familienkatze. Sie mögen die Gesellschaft anderer Katzen, die aber ein ähnliches Temperament haben sollten. Für Kinder sind sie bestens geeignet. Allerdings darf die Geduld und Gefügigkeit der Ragdolls nicht missbraucht werden. 

Zur Pflege des dichten Fells reicht wöchentliches Bürsten. Während des Fellwechsels empfiehlt sich jedoch häufigeres Bürsten.

Standard

Die Ragdoll gehört zu den Halblanghaar-Katzen. Sie ist eine Point-Katze und wird in 7 verschiedenen Farben gezüchtet (seal, blue, chocolate, lilac, red, creme und tortie). Das Fell ist seidig, voll und lang. Unabhängig von der Farbe sollten die Points gleichmässig verteilt sein und auf das Gesicht, die Ohren, die Beine, den Schwanz und die Genitalien beschränkt bleiben.

Bei den Abzeichen sind die folgenden Grundmuster anerkannt:

Colourpoint:

Die Colourpoint hat wie die Birma oder die Siam einen hellen Körper, die Brust und das Lätzchen sind etwas heller als die Körperfarbe, die Gesichtsmaske, die Ohren, die Beine und der Schwanz sind dunkel. Sie hat keine weissen Bereiche im Fell. 

 

 

Mitted:

Die Mitted hat einen weissen durchgehenden Streifen am Bauch, vom  Lätzchen zwischen den Vorderbeinen hindurch bis zum unteren Schwanzansatz; eine weisse Brust, ein weisses Lätzchen, ein weisses Kinn, weisse Handschuhe an den Vorderpfoten und weisse Stiefel an den Hinterbeinen, die fast bis zur Ferse reichen.

 

 

Bicolor:

Die zweifarbige Ragdoll hat einen hellen Körper, die Brust und die Beine sind weiss, die Gesichtsmaske, die Ohren und der Schwanz sind dunkel, Fusssohlen und Nase sind rosa. Das Weiss in der Maske stellt ein umgekehrtes 'V' dar. 

 

 

Lynx:

Dabei handelt es sich um die Tabby-Varianten, welche bei allen Grundmustern und Farben vorkommen kann.

Daneben haben aber auch vereinzelte Züchter begonnen, die sogenannten Solids (einfarbige Ragdolls) zu züchten, für die sie ein eigenes Zuchtprogramm aufstellten. Denn von Beginn an gab es die Ragdoll in vielen verschiedenen Farben und auch Ann Baker hatte ausgehend von dem schwarzen Kitten die Soldis in ihrer Zucht.

  

Und obwohl Solids keine Point-Katzen sind, weisen sie trotzdem die für die Ragdoll typischen weissen Markierungen auf, haben aber keine blauen Augen. Weil sie aber auch Träger des Pointgens sind, können auch bei der Verpaarung zweier einfarbiger Ragdolls gepointete Kitten mit blauen Augen fallen.

Der Körper ist kräftig und lang gestreckt, wirkt aber untersetzt Er ist weder schlank noch rundlich. Der Kater wiegt etwa 7 und die Katze zwischen 4.5 und 5 Kilo. Die Beine sind mittellang, die Vorderbeine etwas kürzer als die Hinterbeine. Die Pfoten sind gross und rund, mit dunkelbraunen oder schwarzen Ballen bzw. rosa bei der Bicolor und Mitted. 

Der Kopf ist keilförmig mit einer kurzen Nase. Die Ohren sind mittelgross mit abgerundeten Spitzen. Die Augen der Ragdoll sind sehr gross, oval und weit auseinanderstehend. Alle Ragdolls haben blaue Augen. 

Die sehr schweren Tiere sind Spätentwickler und erst nach zwei Jahren farblich und mit drei Jahren körperlich fertig entwickelt.

 

Seal point lynx bicolor
Gino
Cremepoint mitted mit Blesse
Sunny
Blue point lynx mitted
Muffin

Ragdoll-Mädchen, seal mitted

Newbi


Selbstverständlich mit Link auf deine Seite.

Zurück  Weiter