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Russisch BlauZur Herkunft dieser
schlanke blauen Katze mit den grünen
Augen gibt es
verschiedene Versionen, was wohl damit zusammenhängt,
dass diese Rasse unter unterschiedlichen Namen bekannt
wurde. Zuerst nannte man sie blaue Archangelsk-Katze, dann Spanisch Blaue, eine zeitlang
hiess sie auch Malteser-Katze, bis sie etwa 1940 ihren
heutigen Namen erhielt. |
| Herkunft |
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Nach derzeitigem Wissensstand deutet alles darauf hin, dass die Katze aus Russland stammt. Legenden besagen, dass sie sogar am Zarenhof sehr beliebt war. Um 1860 sollen sie Seeleute von Archangelsk, dem russischen Hafen am Weissen Meer, mit einem Handelsschiff nach England gebracht haben. Im Jahr 1880 wurde die Katze erstmalig in England ausgestellt. Sie hatte es jedoch sehr schwer sich gegenüber den beliebten Blauen Briten zu behaupten. Aber ihre Fans gaben nicht auf und erreichten, dass die Russisch Blau ab 1912 in Skandinavien und England getrennt von den Britisch Blauen in der Klasse "Blue foreign type" (Ausländisch Blau) ausgestellt wurde. In Frankreich und Amerika wurde sie hingegen als "Malteserkatze" präsentiert. Weil Ende des Zweiten Weltkrieges die Russisch Blau fast ausgestorben war, kreuzten die Engländer zur Erhaltung der Rasse blaue Siamesen ein. Dies veränderte den Typ aber so erheblich, dass die Züchter 1965 wieder den ursprünglichen Typ herauszuzüchten begannen. Bis 1960 waren einige der Russisch Blau noch aggressiv. Nicht wenige Richter seufzten erleichtert auf, wenn sie mit dieser Rasse fertig waren, weil sie wieder einmal von dieser lebendig gefressen wurden. Aber die Russisch Blauen, die aus Schweden eingeführt wurden, brachten ein liebevolles und sanftes Wesen hinein. Charakter und Temperament Die Russisch Blau Katze ist eine liebevolle, aber auch recht selbstbewusste Rasse. Sie ist ihren Menschen sehr zugetan, sucht sich aber auch häufig eine bestimmte Bezugsperson aus, die ihr absoluter Favorit ist. Fremden gegenüber ist sie aber eher zurückhaltend. Sie wird diejenige sein, die bestimmt, wann sie gestreichelt werden will. Dann streicht sie ihrem Menschen um die Beine, springt auf den Schoss oder wickelt sich um dessen Hals. Auch ist die Russisch Blau sehr 'sportlich', sie besitzt ein kaum zu überbietendes Sprungvermögen, kein Schrank ist ihr zu hoch. Auch ihr Jagdinstinkt ist ausserordentlich gut entwickelt. Ansonsten hat sie aber eine sehr ruhige und ausgeglichene Katze, deren Stimme man kaum hört. Im Gegensatz zu ihrer leisen Stimme steht ihr lautes Schnurren, das man schon von Weitem hört. Da sie Lärm nicht sehr gut verträgt, passt sie am besten zu ruhigen sowie ausgeglichenen Menschen. Man kann sie als junges Kätzchen aber durchaus auch an einen Haushalt mit Kindern gewöhnen. Standard Die Russisch Blau kennt drei verschiedene Standards - den amerikanischen, den englischen und den skandinavischen: In allen Standards ist die Russisch Blau eine mittelschwere Katze auf hohen Beinen, schmalen Füssen und ovalen Pfoten, deren Schwanz mittellang und spitz zulaufend ist. Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale sind hier zu finden.
Die Nase, mit ihrem blauen Nasenspiegel, ist gerade, ohne Stopp, und bildet zum flachen Schädel hin einen leichten Winkel. Die Augen stehen weit auseinander und die grossen Ohren stehen vertikal zum Kopf (England) bis seitlich (Amerika und Skandinavien). Die Russisch Blau hat das typische dichte Fell der nordischen Tiere. Die Textur und das Aussehen des Fells sind die wahren Kennzeichen einer Russisch Blau. Den Silberschimmer erhält es durch die Silberfärbung der Spitzen, das Tipping. Das blaue Fell der Russisch Blau birgt noch eine weitere Besonderheit: Die Unterwolle hat, im Gegensatz zu allen anderen Rassen, die gleiche Länge wie das Deckhaar. Dadurch ist es sehr dicht und weich wie Plüsch. Es steht etwas vom Körper ab und bleibt selbst dann aufrecht, wenn man mit der Hand gegen den Strich fährt. Vor einigen Jahren begannen einige Züchter, andere Farben (wie z.B. Russisch Schwarz oder Russisch Weiss) bei der Russisch Blau anerkennen zu lassen und lösten damit eine grosse Kontroverse unter den Russischblau Züchtern aus. Und bis heute sind diese Farbzuchten umstritten geblieben und ausser in Australien bei keiner Dachorganisation anerkannt. |
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