Sibirische Katze

Die Sibirische Katze gleicht hinsichtlich Aussehen, Farben und Charakter der Norwegischen Waldkatze und der Maine Coon. Im Gegensatz zu diesen findet man bei den Sibiriern aber auch eine Maskenkatze, welche unter dem Namen Neva Neva Masquerade bekannt ist.

Die Sibirische Katze im Vergleich mit den anderen Waldkatzen-Arten 

Herkunft

Die dickfelligen Sibirer entwickelten sich wahrscheinlich ohne menschliches Zutun aus Hauskatzen, die sich dem rauhen Klima ihrer Heimat anpassten. Im Nordosten Russlands sind diese halblanghaarigen Bauernkatzen seit Jahrhunderten bekannt - als Sibirskaja Koschka. Ausserhalb Russlands erregten sie erst in den 80er Jahren Aufsehen - in der damaligen DDR und der Tschechoslowakischen Republik, wo sich die ersten westlichen Züchter ihrer annahmen. Nach der Öffnung der Grenzen wurde die russische Schönheit auch in Westeuropa bekannt. 

Als diese Katzenrasse dort Ende der 80er Jahre erstmalig auftauchte, war sie noch sehr umstritten. Denn man kannte zum damaligen Zeitpunkt nur die amerikanische Maine Coon und die Norwegische Waldkatze. Das Erscheinen einer weiteren Waldkatzenart brachte die Katzenszene und auch die Richter damals durcheinander und die Sibirische Katze und ihre Züchter hatten gegen viele Anfeindungen zu kämpfen.

Seit 1997 ist sie jedoch offiziell als eigenständige Rasse von der FIFé anerkannt.

Heute wird sie vor allem in Russland, Deutschland und den Vereinigten Staaten geschätzt und gezüchtet. 

Charakter und Temperament

Die Sibirische Katze ist in ihrer Art sehr lieb, unheimlich anhänglich - wenn sie sich jemanden als Bezugsperson auserkoren hat, fast schon "lästig anhänglich" - und sehr verspielt. Sie hat aber auch Temperament, das doch ab und zu mit ihr durchgeht. Dann geht - wie man so schön sagt - "die Post ab". Sie sind auch begeisterte Kletterkünstler und bewahren ihre Würde in jeder Situation.  

Eine besondere Eigenart der Sibirischen Katzen ist ihre Gesprächigkeit. Wenn sie ihrem Zweibeiner ein Gespräch aufgezwungen haben, haben sie dazu auch noch das letzte Wort.

Im Allgemeinen vertragen sie sich auch gut mit anderen Katzen und Hunden und geben auch für Kinder einen guten Spielkamerad ab. Sie haben keinen grossen Platzbedarf, legen aber Wert auf Abwechslung.

Standard

Sibirische Katzen sind grosse, massive Katzen mit kraftvoller Muskulatur und einem durchschnittlichem Gewicht von 8 bis 12 kg für Kater und 6 bis 8 kg für Kätzinnen. Kastraten können noch erheblich grösser werden (wobei zu beachten ist, dass dieses Gewicht nur in den seltensten Fällen auch tatsächlich erreicht wird).

Als Anpassung an das frostige, raue Klima ihrer unwirtlichen Heimat haben die Sibirischen Waldkatzen ein dichtes und langhaariges, stark wasserabweisendes Fell entwickelt. Am häufigsten kommt die Sibirische Waldkatze jedoch immer noch mit dem gestromten Fell des Urtyps vor. Als einzige der Waldkatzenarten gibt es die Sibierer auch als Point-Varianten - jedoch werden sie dann als Neva Masquarade eingetragen. Da beide aber ansonsten den gleichen Standard haben, können die beiden Rassen auch untereinander verpaart werden.

Der Kopf ist gross und rund mit breiter Stirn und voluminöser rundlicher Schnauze, die ein Bart aus langen dicken Schnurrhaaren ziert. Der gut ausgebildete Backenbart geht seitlich über in die Mähne. Die großen Ohren tragen Pinsel und Büschel. An Bauch, Schwanz und Höschen verdichtet sich das lange Fell. 

Wie bei allen Semilanghaar-Katzen typisch, ist das Haar über den Schultern und am unteren Teil der Brust etwas kürzer. Das Deckhaar ist fest, lang und glänzend, das Unterfell lang, reich ausgebildet und glatt.

Die Sibirische Waldkatze benötigt keine grosse Fellpflege, lediglich im Frühjahr während des Fellwechsels sollte sie öfters gebürstet werden. 

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