Snowshoe

Auf den ersten Blick könnte man die 'Schneeschuh-Katze' für die kurzhaarige Variante der Birma halten, doch tatsächlich sind ihre Vorfahren unter den Siamesen zu finden und ihren Namen erhielt die Snowshoe von den weissen Handschuhen, die sie an ihren Pfoten trägt.

Herkunft

Ihr Herkunftsland ist Amerika, wo 1960 in einem Siamesenwurf mehrere kurzhaariges Kätzchen mit Abzeichen und weissen Pfötchen entdeckt wurden - das letztere Merkmal brachte ihr den Spitznamen 'Silver Laces' (Silberspitzen) ein. Anfangs noch unter der Hand als Liebhabertiere verkauft, fanden sich schon bald Züchter, die diese speziell gezeichnete Katze gezielt züchten wollten. Um dieses Zuchtziel zu erreichen, wurden Siamesen mit der Amerikanisch Kurzhaar Bicolour gekreuzt, da diese das notwendige Gen für die weissen Füsse besitzt.

Heftiger Widerstand von Seiten eher traditionell eingestellter Siamzüchtern brachten das Programm jedoch beinahe zum Scheitern. Nur den Bemühungen der Züchterin, Vikki Olander, ist es zu verdanken, dass sie nicht ganz von der Bildfläche verschwand sondern Mitte der 80er Jahre den Championstatus erhielt. Fast gleichzeitig wurde auch ein europäischer Verband gegründet, um die Snowshoe auch in Europa bekannt zu machen.

Charakter und Temperament

Die Snowshoe zeigt die typischen Eigenschaften beider Rassen, aus denen sie gezüchtet wurde, jedoch jeweils in gemässigterer Form. So ist sie nicht ganz so lautstark und fordernd wie die Siamkatze, gleichzeitig aber lebhafter und gesprächiger als die meisten Amerikanischen Kurzhaar.

Die Snowshoe braucht einen stabilen Kletterbaum und viele Sachen zum Spielen, da sie eine aufgeweckte, intelligente und sehr menschenbezogene Katze ist, die bis ins Erwachsenenalter gerne spielt und Schabernack treibt. Auch ist sie eine kleine Persönlichkeit, welche nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen ist.

Standard

Die Snowshoe ist eine mittelgrosse Katze, deren Körper weder zu orientalisch noch zu gedrungen gebaut sein sollte. Dadurch erinnert sie ein wenig an die Siamkatze, wie sie vor 30 oder 40 Jahren gezüchtet wurde.

Die Beine sind lang, muskulös, gerade und fest mit ovalen Pfoten. Der Schwanz ist lang, dick am Ansatz und spitz verlaufend.

Der Kopf ist keilförmig. Der Abstand zwischen den Ohrspitzen entspricht dem Abstand Ohrspitzen bis zur Nase. Die Nase zeigt eine leichte Einbuchtung, die Wangenknochen sind hoch angesetzt. 

Bei dem kurzen, enganliegenden Fell sind alle Farbschläge erlaubt, die man auch bei den Siam und andere Point-Katzen kennt. Die wichtigsten Farben sind Seal Point mit weiss oder Blue Point mit weiss.

Die Maske kann in Pointfarbe mit oder ohne Weiss sein, abhängig vom jeweiligen Fellmuster:

  • behandschuht mit begrenztem Weissanteil oder
  • zweifarbig mit höherem Weissanteil am Gesicht und Körper.

Die  Schnauze und Füsse müssen jedoch immer weiss sein. Die  Farbe der Abzeichen (Points) sollte sich deutlich von der Körperfarbe abheben.

Das bevorzugte Muster sind möglichst gleichmässige weisse Vorderpfoten bis zum Gelenk und weisse Hinterpfoten bis zum Mittelgelenk, und auf der Stirn ein umgekehrtes weisses V. Dabei darf die Weissfärbung höchstens zwei Drittel des Körpers betragen. Wenn auch auf Ausstellungen die gesamte Statur und das Aussehen der Katze für die Preisrichter wichtiger sind, als eine perfekte Fellzeichnung.

Die Augen sind gross, mandelförmig und mit breitem Abstand. Sie müssen immer ein kräftiges Blau aufweisen.

 


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