Nicht ganz zu unrecht wird die Somali als 'Abessinier mit langem Haar' bezeichnet, da ihre Geschichte eng verbunden mit derjenigen der Abessinier ist.
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Während aber die Abessinierin mit zu den ältesten Katzenrassen gezählt wird, ist die Somali eine noch recht junge Rasse, die in Europa von der FiFé erst 1982 die volle Anerkennung erhielt. Dieser Anerkennung war aber ein
langer und dorniger Weg vorausgegangen. Denn langhaarige
Kitten, welche in Amerika bereits in den 60er Jahre in reinrassigen
Abessinier Würfen fielen, wurden damals schamhaft als
'Unfälle' unter den Tisch gekehrt und
stillschweigend als Liebhabertiere abgegeben. |
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Erst Evelyn Mague (USA) besass den Mut, diese Kätzchen auszustellen und um ihre Anerkennung zu kämpfen. Es wurde ein erbitterter Streit um das Existensrecht der Somali, die damals noch 'Langhaar-Abessinier' hiess. 1972 war es dann endlich soweit: die Langhaar-Abessinier wurde offiziell vom CFA anerkannt, und um der besseren Unterscheidung und der geographischen Nähe zu Äthiopien (dem vormaligen Abessinien) willen wurden die Langhaar-Abys 'Somali' getauft. |
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Nun fing man auch in Europa an, sich für die Somalis zu interessieren. Das erste Paar kam 1977 nach Deutschland und bereits 1979 wurden die ersten zwei Somali, Myrina vom Deutzer Castell und Foxteil´s Little Missouri, beim 1. DEKZV ausgestellt. Im November 1981 wurden die Somalis provisorisch anerkannt und im Herbst 1982 erfolgte dann die endgültige Anerkennung durch die FIFé, zunächst nur in wildfarben und sorrel und ab 1984 auch in blue, fawn und silver.
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Woher aber das Gen stammt, das für die langen Haare verantwortlich ist, blieb lange Zeit im Ungewissen. Nach emsigen Nachforschen fand man aber heraus, dass die ersten langhaarige Kitten fielen, nach dem ein in Grossbritanien gezüchteter wildfarbener Abessinierkater mit dem Namen: ' Raby Chuffa of Selene' für die Zucht eingesetzt wurde. Diese Theorie wird noch dadurch erhärtet, dass aus seinem Stammbaum weder ersichtlich ist, wer sein Ururgrossvater noch wer die Vorfahren seiner Ururgrossmutter sind und so ein unbeabsichtigtes Einkreuzen des Langhaargens durchaus möglich war. Und da sich das Langhaargen rezessiv vererbt, konnte es auch sehr lange dauern bis die ersten langhaarigen Kitten fielen, zumal die Wahrscheinlichkeit für ein langhaariges Kitten aus einer Verpaarung von Abyvarianten* auch heute nur 25% beträgt. |
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* Aus der Verpaarung einer Somali und einer Abessinier werden keine Mischlinge, sondern immer nur kurzhaarige Abessinier und/oder langhaarige Somalis geboren - durchaus auch beide im selben Wurf. Die langhaarigen - reinerbigen - Kitten werden als Somali und die kurzhaarigen - mischerbigen - als Abessinier 'variant' eingetragen.
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