Tellington Touch
In den vorherigen Geschichten habt ihr gelesen, wie Mona es geschafft hat, dass ich meine panische Angst vor Feuerwerken und Schüssen abgebaut habe. Ganz geheuer war es mir dabei aber immer noch nicht. Da erinnerte sich Mona aber gottseidank daran, dass sie irgendwann mal etwas über Tellington Touch gelesen hatte. Mit den darin beschriebenen Berührungen sollen Stress und Angst abgebaut werden können.
Am 1. August, wenn es in der Schweiz die halbe Nacht blitzt und knallt, hat sie es gleich ausprobiert. Und tatsächlich, nach einer knappen Stunde Behandlung mit diesen kreisenden Bewegungen, bin ich doch wirklich ganz entspannt in meinem Körbchen eingeschlafen und erst am nächsten Morgen wieder aufgewacht - und dies obwohl während der ganzen Zeit vor unserem Fenster Raketen und anderes Feuerwerk gen Himmel stieg.
Neugierig, wie wir nun geworden sind, wollten wir mehr über dieses TTOUCH erfahren. Wir hatten das grosse Glück, dass ganz in unserer Nähe ein solches Angebot existiert. Und so darf ich (manchmal auch Mona) bei Barbara nicht nur ihre tollen Massagen geniessen, sondern kann unter ihrer kundigen Anleitung auch die für TTOUCH typischen Bodenübungen ausführen... was mir nicht immer ganz leicht fällt, denn normalerweise mag ich es schneller *grins*
|
Seit dem 1. August hat es nun schon einige Male geknallt und so mancher Schuss ist gefallen...wenn es aber nicht gerade ganz in meiner Nähe ist oder andauernd "chlöpft", genügt ein leichtes Ohrenspiel und ein kurzer Blick zurück zu Mona, um mich zu vergewissern, dass keine Gefahr besteht. Nur wenn es einmal doch etwas lauter sein sollte, vergesse ich noch, dass man eigentlich nicht an der Leine ziehen oder einfach alleine nach Hause gehen sollte - auch wenn ich dadurch beim letzten Mal die Gäste im nahen Restaurant zum Schmunzeln brachte. Denn dort unter ihrem Tisch schien mir im ersten Moment der sicherste Ort vor diesen Knallern zu sein *verlegengrins*
Aber diese Episoden sind schnell wieder vergessen und ich tolle meist schon nach kurzer Zeit wieder fröhlich herum - während früher für mich der ganze Tag gelaufen war.
Ob ich meine Angst jemals ganz verlieren werde und welche der Methoden, mir nun am Ende geholfen hat? ...Ich weiss es nicht. Aber das ist eigentlich auch gar nicht mehr so wichtig! Hauptsache, es geht mir besser und ich laufe hoffentlich nicht mehr Gefahr unter das nächste Auto zu rennen.
Und so bin ich heute nur froh, dass meine Menschen nicht aufgegeben haben und ich ein fast angstfreies Leben führen kann. Wir werden auf jeden Fall weiter daran arbeiten (das siehst du auch bei meinen Bildern unter Überwindung), denn schliesslich will ich auch noch meine Angst vor scheppernden Dingen verlieren, ganz besonders, wenn sie von oben kommen - dann kann ich vielleicht auch irgendwann die Spiele ausprobieren, wie sie so toll auf dieser Seite beschrieben sind: Spass-mit-Hund - Home Entertainment
|
|
Klimpernde Schlüssel sind auch ganz was schreckliches. Da schliess ich immer ganz schnell die Augen und achte darauf, dass ich ganz klein werde. Mona vermutet, dass mir mehr als einmal ein Schlüssel nachgeschossen wurde und nun versucht sie mir über meinen Futterbeutel die Angst zu nehmen.
Aber noch bin ich
froh, wenn ich den Beutel samt Schlüssel wieder ablegen kann.
Dann
bleibt das blöde Ding nämlich still und ich kann mich dem Reissverschluss
widmen.
Weil ich dieses Jahr aber nicht nur das Fürchten verlernt, sondern auch ganz viel Neues dazu gelernt habe, geht es gleich hier weiter...